Anmeldung Schulleitungen

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Die Studie „Balance – Entwicklung der psychischen Gesundheit und der Leistungen in Unterricht und Familie“ untersucht die schulischen und familiären Bedingungen von Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Problemen bei Jugendlichen in der Sekundarstufe I.

Es handelt sich um eine grosse interkantonale Längsschnittstudie, die vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanziert wird. Geleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Markus Neuenschwander und Prof. Dr. Carmen Zubriggen.

Eine Ethikkommission hat die Studie genehmigt. Um eine aussagekräftige Datengrundlage zu erzielen, suchen wir nun Schulen der Sekundarstufe I aus allen Deutschschweizer Kantonen.

Mit ihrer Teilnahme unterstützen die Schulen zugleich die Doktorarbeiten von Rebecca Joss und Lara Friedrich sowie die Habilitation von Dr. Tatiana Diebold. Sie leisten damit auch einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsförderung.

Verhaltensauffälligkeiten und psychische Probleme bei Jugendlichen haben in den letzten Jahren zugenommen. Sie können das Lernen, die schulische Entwicklung und das Wohlbefinden der Jugendlichen beeinträchtigen und zugleich auch Lehrpersonen belasten.

Mit der Studie Balance möchten wir besser verstehen,

  • wie Belastungen und Ressourcen in Schule und Familie zusammenwirken,
  • wie sie zur Entstehung oder Reduktion von Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Problemen beitragen,
  • und welche Rolle sozial-emotionale Kompetenzen der Jugendlichen dabei spielen.
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Ein zentrales Ziel ist es zudem zu untersuchen, wie schulische Kompetenzziele in Mathematik und Deutsch erreicht werden können, ohne die psychische Gesundheit der Schüler*innen aus dem Blick zu verlieren. Die Ergebnisse sollen Lehrpersonen dabei unterstützen, Jugendliche wirksam zu fördern und gleichzeitig ihr Wohlbefinden zu erhalten oder zu stärken.

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Für die Studie möchten wir folgende Gruppen einbeziehen:

  • Schüler*innen aller Leistungsniveaus im 7. und 8. Schuljahr
  • deren Eltern bzw. Erziehungsberechtigte
  • zwei Lehrpersonen pro Klasse

Einige Klassen werden ausserdem zur Teilnahme an einer vertieften Zusatzbefragung eingeladen. Dabei kommt die Experience Sampling Method (ESM, „Erlebensstichproben-Methode“) zum Einsatz. Sie dient dazu, das subjektive Erleben der Jugendlichen im Schul- und Freizeitalltag genauer zu erfassen und ihre sozial-emotionalen Kompetenzen vertieft zu untersuchen.

Die Studie erfasst systematisch Belastungsfaktoren und Ressourcen in Schule und Familie. Die Ergebnisse werden über Berichte, wissenschaftliche Publikationen, Vorträge, Aus- und Weiterbildungsangebote sowie über diese Projektwebsite kommuniziert und dem Schulfeld sowie Familien zugänglich gemacht.

Teilnehmende Schulleitungen werden aus erster Hand über zentrale Ergebnisse der Studie informiert. Interessierte Lehrpersonen, Erziehungsberechtigte und Schüler*innen können sich auf Wunsch via Newsletter über den Projektfortschritt und die Ergebnisse informieren lassen.

Als Dankeschön erhält jede teilnehmende Klasse nach Abschluss der letzten Erhebung CHF 100.– für die Klassenkasse. Alle teilnehmenden Jugendlichen erhalten zudem ein kleines persönliches Dankeschön.

Geplant sind drei Hauptbefragungen sowie eine zusätzliche ESM-Befragung mit einzelnen Jugendlichen in den Schuljahren 2026/2027 und 2027/2028.

  1. Oktober bis Dezember 2026 (Anfang 7. und 8. Schuljahr) 
  1. April bis Juni 2027 
  1. April bis Juni 2028 (Ende 8. und 9. Schuljahr) 

Die konkreten Erhebungstermine werden jeweils in Absprache mit der Klassenlehrperson festgelegt.

Die Jugendlichen füllen einen Online-Fragebogen aus und bearbeiten zusätzlich standardisierte Testaufgaben in Mathematik und Deutsch. Die Erhebungsinstrumente und Anleitungen sind altersgerecht und an die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Jugendlichen angepasst.

Die Jugendlichen der ESM-Teilstichprobe beantworten an den Messzeitpunkten 1 und 3 über einen Zeitraum von jeweils zwei Wochen mehrmals täglich kurze Fragen von etwa 2 bis 3 Minuten zu ihrem aktuellen Erleben und zum jeweiligen Kontext mithilfe einer App. Detaillierte Informationen dazu erhalten die Teilnehmenden ebenfalls über die Projektwebsite. Die teilnehmenden Schüler*innen unterschreiben eine Vereinbarung, in der festgehalten ist, dass sie ihre Mobilgeräte während der Schulzeit ausschliesslich für die Studie verwenden dürfen.

Alle Erhebungen werden von speziell geschulten Testleitungen durchgeführt. Eine Anwesenheit der Lehrperson ist dabei nicht erforderlich.

Die Klassenlehrperson sowie eine zweite Lehrperson, die Deutsch oder Mathematik an der Klasse unterrichtet, füllen zu drei Messzeitpunkten je einen Online-Fragebogen aus. Dieser kann während der Erhebungen der Schüler*innen oder zeitlich flexibel bearbeitet werden.

Der Fragebogen enthält Fragen

  • zur Lehrperson selbst,
  • zur Kooperation mit den Eltern
  • sowie zu den teilnehmenden Schüler*innen der Klasse.
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Das Ausfüllen dauert pro Messzeitpunkt etwa 90 Minuten, abhängig von der Anzahl teilnehmender Schüler*innen in der Klasse.

Die Teilnahme ist freiwillig. Alle Teilnehmenden können ihre Teilnahme am Projekt jederzeit ohne Angabe von Gründen ablehnen oder abbrechen.

Der Datenschutz ist vollumfänglich gewährleistet. Die erhobenen Daten werden pseudonymisiert mithilfe eines Nummerncodes erfasst. Nur das Projektteam erhält Zugang zu den erhobenen Daten. Alle Angaben werden vertraulich behandelt und ausschliesslich für wissenschaftliche Zwecke verwendet.

Es werden keine personenbezogenen oder schulbezogenen Daten veröffentlicht. Am Ende des Projekts werden alle persönlichen Daten der Teilnehmenden gelöscht.

Wir bitten Sie als Schulleitung, die Klassenlehrpersonen der Sekundarstufe I aller Schultypen in den 7. und 8. Klassen des Schuljahres 2026/2027 über die Studie zu informieren und zur Teilnahme einzuladen.

Teilnahmeberechtigt sind alle Klassen, in denen mindestens ein*e Jugendliche*r die 7. oder 8. Klasse besucht. Auch Mehrjahrgangsklassen oder niveaugemischte Klassen sind ausdrücklich willkommen.

Voraussetzung für die Teilnahme einzelner Schüler*innen ist, dass sie gemäss Einschätzung der Klassenlehrperson über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, mindestens auf A2-Niveau, um den Fragebogen zu verstehen und selbstständig ausfüllen zu können.

Interessierte Klassenlehrpersonen melden ihre Klasse in einem nächsten Schritt über das Online-Formular an. Dort besteht auch die Möglichkeit, Interesse an der Teilnahme an der ESM-Befragung anzugeben. Der Link dazu befindet sich auf der Seite Anmeldung Lehrpersonen.

Nach der Anmeldung erhalten die Lehrpersonen das Informationsmaterial für Eltern bzw. Erziehungsberechtigte sowie die dazugehörige Einverständniserklärung.

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Wir würden uns sehr über die Teilnahme Ihrer Schule an dieser wichtigen Studie freuen. Wir sind bestrebt, den Aufwand für die teilnehmenden Lehrpersonen möglichst gering zu halten. Gleichzeitig leisten Schulen, Lehrpersonen, Eltern und Jugendliche einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung von Schule und Bildungspolitik.

Für Fragen oder weitere Auskünfte steht Ihnen das Projektteam gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Projekt und zu den Projektmitarbeitenden finden Sie unter
www.fhnw.ch/ph/balance